Wacker geschlagen nach Rekord-Rot

 

Feuerbach -Die Männer der HSG Ca-Mü-Max spielten gegen Hbi Weilimdorf/ Feuerbach II 24:27 (18:18).

 

Nach einem erfolgreichen Beginn gegen Alfdorf in die Bezirksklassesaison, traf die HSG Ca-Mü-Max am vergangenen Sonntag auf den Bezirksklassenmeister der Saison 2021/2022 Hbi Weilimdorf/ Feuerbach II, die jedoch nicht aufsteigen konnten, weil ihre Erste aus der Landesliga abstieg. Ihr Auftakt beim MTV Stuttgart II ging, wie in ihrer Meistersaison, verloren. Interessant ist auch historisch die Frage, wann die HSG-Männer auswärts zuletzt in Feuerbach gewonnen haben. Derzeitige Recherchen beim HVW zu solchen Statistiken sind kurz vor ihrer Fertigstellung, klar ist nur, dass der letzte Auswärtssieg der Cannstatter jedoch mindestens 13 Jahre zurück liegt. Erwartet wurde daher ein starker Gegner, zumal vier Spieler beim Hbi aushalfen, die vergangene Woche Erste spielten.

Das Spiel begann gleich mal mit einem Paukenschlag: Nach nur 5 Minuten und 27 Sekunden wurde Julian Hellbach mit Rot vom Platz gestellt. Zuvor gab es eine erste Welle, bei der Hellbach von vorne seinen anlaufenden Gegenspieler touchierte, der zuvor Schrittfehler machte. Während im ersten Moment alle dachten, es gebe Freiwurf für Ca-Mü-Max, traute so mancher seinen Augen kaum, als plötzlich rot gezeigt wurde. Mit acht Minuten hatte bislang Bertram Giese in Oeffingen die schnellste rote Karte in einem Pflichtspiel für die HSG gesehen, dies wurde nun eingestellt. Beide Mannschaften fuhren ein schnelles Tempo unter einer herausragenden lauten Kulisse. Hbi schaffte es besser, ihre Kreisläufer miteinzubinden und war zudem etwas effizienter bei der schnellen Mitte. Daher lief Ca-Mü-Max einem Rückstand von zwei Toren hinterher. Treffsicherster Spieler in der ersten Hälfte war bei der HSG Daniel Schweizer, seine Tore konnten einen 11:15-Pausenrückstand allerdings nicht verhindern.

In der zweiten Hälfte stellte Trainer Nico Fasano auf ein 5-1-System um, in dem Patrick Magiera auf Vorne Mitte eine gute Leistung zeigte, in dem er Weilimdorf durch gute Beinarbeit nur wenig Mannschaftsspiel gestattete. Leider verpasste es Ca-Mü-Max trotz Überzahl zu Beginn der ersten Hälfte mannschaftlich klare Torchancen herauszuspielen, und verhaspelte sich zu häufig im Eins-gegen-Eins. Sowohl Laufwege wie auch die Passgenauigkeit hätten in dieser Phase deutlich effektiver ablaufen müssen. Beim 13:20 in der 40. Minute schien das Spiel bereits entschieden zu sein. Doch die HSG gab trotz immer häufigeren Zeitstrafen gegen sich nie auf: Marian Kühnel warf seinen Debüttreffer, Tim Abele hielt einen Siebenmeter und Ca-Mü-Max gelang ein 4:0-Lauf. In der 53. Minute kamen sie wieder auf knappe 21:24 heran und es schien wieder was drin zu sein. Zum Bedauern der Bezirksligaabsteiger wurden aber auch in den Schlussminuten, wie über den gesamten Spielverlauf, Offensivfoul- und Kreis-Situationen nicht gleichberechtigt gepfiffen, wodurch zurückblickend Ca-Mü-Max mehrere geworfene Tore aberkannt wurden und mit einem 1:9-Verhältnis deutlich mehr Siebenmeter gegen sich kassierte, als es berechtigt war. Und auch wenn dies eine Mitursache für die 24:27-Niederlage war, müssen die Ca-Mü-Max-Akteure für das nächste Heimspiel gegen den HSV Stammheim/Zuffenhausen mehr in temporeiche Angriffsbemühungen investieren, um an den Heimerfolg gegen Alfdorf anknüpfen zu können.

 

Für die HSG Ca-Mü-Max spielten:

Dietmar Stukowski und Tim Abele im Tor, Thomas Zwinz, Florian Wondratschek (4), Marian Kühnel (1), Julian Hellbach, Miguel Rodrigo (1), Valentin Derschka (1), Daniel Schweizer (7), Alexander Sack (3), Timo Di Benedetto, Marc Hildebrandt (4), Aydin Babadag (3/1), Patrick Magiera

 

25.09.2022

Vereitelte Großchancen bringen Ca-Mü-Max zum Sieg

 

Bad Cannstatt -Im Spiel der beiden Bezirksligaabsteiger siegte die HSG Ca-Mü-Max gegen TSV Alfdorf/ Lorch II mit 21:20 (11:7).

 

Der Saisonauftakt an einem Sonntagnachmittag. Während die Jungs aus dem Schwäbisch-Fränkischen Wald des TSV Alfdorf/ Lorch durch eine Niederlage erst am letzten Saisonspieltag gegen Fellbach in die Abstiegszone gelangten, stieg der Hauptstadtverein

Ca-Mü-Max deutlich früher ab. Die HSG fand mit Nico Fasano einen neuen Trainer, der die junge Mannschaft nach fünf Spielerabgängen übernahm. Bislang wartet zudem die HSG auf das Comeback ihrer verletzten Spieler Max Gerstadt, Alex Zernack und Aaron Rottenanger, der sich noch kurz vor Saisonstart unglücklich beim Training eine Außenbandverletzung zuzog. Gegen Alfdorf setzte es in jüngster Vergangenheit fünf Niederlagen in Folge, der letzte Sieg der Stuttgarter war 2017 unter Jox Hoffmann, eine herausfordernde Aufgabe für den neuen Trainer.

Der Wiederkehrer vom SV Kornwestheim Alexander Sack stach auf der linken Seite heraus, in dem er gleich mit seinen ersten Würfen drei Tore schoss. In langen Angriffen versuchten beide Teams die Lücken zu finden, wobei die Defensivarbeit beider Mannschaften robust war. Ca-Mü-Max war in der Anfangsphase leicht im Vorteil, mit etwas mehr Präzision in ihren Abschlüssen hätte das Team von Nico Fasano eine deutlichere Führung haben können. Der TSV versuchte ihre Rückraumspieler freizuspielen, was allerdings bis zum Ende der ersten Hälfte immer besser verteidigt werden konnte. So bekam Daniel Schweizer Szenenapplaus für mehrere bärenstarke Abwehraktionen und zum Teil konnte die HSG Bälle herausfangen. Mit einem 11:7 ging es auch dank eines starken Siebenmeterwerfers Aydin Babadag verdient in die Pause.

In der zweiten Halbzeit stellten beide Mannschaften um. Alfdorf versuchte sich an einer 5-1-Abwehr, während sich die Stuttgarter personell neu aufstellten. Ungefähr ab der 35. Minute spielte Ca-Mü-Max weniger Spielzüge und die Angriffe wurden eher im kräfteraubenden Eins-gegen-Eins gespielt. In der 49. Minute fiel nach einem 0:3-Lauf der Ausgleich und die HSG nahm ein Time-out für eine packende Schlussphase: Ca-Mü-Max kam wieder zurück und brachte sich wieder zweimal in Front, ehe man in der 55. Minute nach einem harmlosen Foul plötzlich durch eine Zeitstrafe in Unterzahl agierte. Alfdorf machte das 19:19 und im nachfolgenden Angriff passierte den Stuttgartern ein technischer Fehler. Mit einer wahnsinnigen Fußparade hielt Torhüter Dietmar Stukowski den Tempogegenstoß. Als dann noch Valentin Derschka und Daniel Schweizer beim drohenden Zeitspiel spektakulär zum 21:19 trafen, waren es noch zwei Minuten auf der Uhr. Doch das Nervenspektakel nahm seinen Lauf: Alfdorf traf einen Siebenmeter und Ca-Mü-Max wird unmittelbar nach Wiederanpfiff ein Schrittfehler abgepfiffen. 18 Sekunden vor Schluss wurde auf acht Meter Entfernung ein Foul von Miguel Rodrigo, der in der Schlussphase die Abwehr massiv stabilisierte, als progressiv gewertet und es gab Siebenmeter für den TSV. Fasano wechselte Keeper Henri Gerstadt ein. Mit einem Armreflex parierte er diesen entscheidenden Siebenmeter, der die Halle in Ektase versetzte und Ca-Mü-Max siegte mit 21:20.

 

 Für die HSG Ca-Mü-Max spielten:

Dietmar Stukowski und Henri Gerstadt im Tor, Florian Wondratschek (1), Miguel Rodrigo (2), Valentin Derschka (2), Benjamin Funk, Thomas Zwinz (1), Julian Hellbach (1), Timo Di Benedetto (1), Alexander Sack (4), Marc Hildebrandt (1), Aydin Babadag (5/4), Daniel Schweizer (3)

 

 

18.09.22

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