Erst mitgehalten, dann nachgelassen

 

Beim Landesligaabsteiger SV Remshalden 2 verliert die HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See ihr erstes Bezirksligaspiel mit 17:31 (10:15)

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Knapp hatte die HSG Ca-Mü-Max den Ligaaufstieg geschafft und traf gleich in ihrem ersten BL-Spiel auf die neuformierte Verbandsligareserve des SV Remshalden.

Im ersten Viertel gestalteten die motivierten Stuttgarter das Spiel sehr offen. HSG-Keeper Joshua Denk vereitelte in den Anfangsminuten zahlreiche Torabschlüsse, sodass er mit seiner Willensstärke die Gegner so unter Druck setzte, dass sie drei Siebenmeter in jener Spielphase verwarfen. Offensiv tat sich Ca-Mü-Max jedoch überraschend auch schwer: Vier Angriffe lang hatte man die Chance zum zwischenzeitlichen 6:6 auszugleichen, allerdings war die Chancenausbeute trotz freier Abschlüsse gering. Bis zur 19. Minute konnte Remshalden allerdings ihre Führung nur auf 7:9 ausbauen – auch weil die HSG zu diesem Zeitpunkt noch schneller und dynamischer zurückarbeitete und so das Tempogegenstoßspiel des Gegners unterbinden konnte. Doch ein paar misslungene Kreisanspiele, Fehlpässe und die ein oder andere ungeahndete Situation verringerte die Rückwärtslaufbereitschaft, sodass der Rems-Murr-Verein die Räume ausnutzte und so einen Fünf-Tore-Vorsprung in der 24. Minute herstellte. Nach ein paar Spielerwechseln seitens der Landeshauptstadt pendelte sich dieser Rückstand bis zur Halbzeitpause ein.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verteidigten die Stuttgarter Jungs viel couragierter. Auch der eingewechselte Torwart Bertram Giese war maßgeblich dafür verantwortlich, dass bis zur 41. Minute der Landesligaabsteiger nur drei Tore schoss und hielt im wahrsten Sinne des Wortes seinen Kopf hin. Dank einfachen Tempogegenstoßtoren von Marc Hildebrandt blieb erneut 10 Minuten lang der gleiche Torabstand bestehen wie in der 24. Minute. Als „großen Mist“ wurde dann die Verletzung von Neuzugang Franz Molnar bezeichnet, der durch ein Tackling am Knöchel spielunfähig wurde. Darauffolgend setzte es nach einem Time-out der Gastgeber einen folgenschweren 0:5-Lauf, von dem sich die HSG nicht mehr erholen konnte, und der das Angriffsspiel, welches am Ende noch auf 7:6 umgestellt wurde, lahmlegte. Nach dem Spielverlauf war das 17:31 am Ende zu deutlich. Ein kleiner Trost für den Aufsteiger ist vielleicht, dass der letzte herausgespielte HSG-Sieg in der Stegwiesenhalle 2011 war.

 

Für die HSG Ca-Mü-Max spielten:

Bertram Giese und Joshua Denk im Tor, Thomas Zwinz (1), Florian Wondratschek (1), Miguel Rodrigo (1), Aron Dauer (1),

Valentin Derschka (1), Tim Nas (2), Franz Molnar (3/2), Marc Hildebrandt (2), Alexander Zernack, Marcel Frank,

Julian Hellbach (1), Daniel Schweizer (5/2)

 

11.10.2020

 

 

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