Gekommen, um zu bleiben

 

Nur 436 Tage nach dem Abstieg aus der Bezirksliga, passierte es doch: Durch Rückzug einer Mannschaft ist es gelungen, dass die HSG Ca-Mü-Max als Drittplatzierter in die höchste Liga des Bezirks aufsteigt. Der Jubel in der Landeshauptstadt ist entsprechend groß, da die Männer in der vergangenen Saison eine Aufholjagd hinlegten und sich mit dem Aufstieg dafür belohnen. Dieser besonders anspruchsvollen Aufgabe ist sich Trainer Martin „Müsli“ Mössner natürlich bewusst: „Ein Jahr Bezirksklasse hätte uns sicherlich noch gut getan, vielleicht kam der Aufstieg zu früh. Für die Entwicklung der Mannschaft ist es jedoch positiv“.

Die erste Männermannschaft bleibt eine junge Truppe mit sehr vielen Eigengewächsen, welche die HSG-Jugendarbeit hervorgebracht hat. Es handelt sich um eine sehr familiäre und fest zusammengewachsene Mannschaft.  „Trotz anderweitiger Möglichkeiten gehen wir mit dem gleichen Kader in die Bezirksliga, mit dem wir aufgestiegen sind“, ist die Ansage des Cheftrainers. Dass die HSG-Männer in der kommenden Saison das Abenteuer Bezirksliga starten, ist ungefähr vergleichbar mit dem Union Berlins in der Fußballbundesliga: Es geht einfach darum über den Willen, das Herz und den leidenschaftlichen Kampf, die Spielklasse zu halten und die großen Vereine zu ärgern.

Dass sowas auch bei Ca-Mü-Max funktioniert, weiß auch der letzte Bezirksligameister und neuer Landesligist SV Weinstadt 2, welcher 2019 noch gegen die HSG-Männer verlor. Genau für solche Überraschungen möchten die Männer in der nächsten Spielzeit sorgen, weswegen leistungsorientierte Ansätze in den Trainings implementiert wurden. Neben der Erhöhung der Trainingsumfänge gehört dazu auch die Eigenverantwortung der Spieler im athletischen Bereich und der Grundlagenausdauer.

Zwar ist die Planung des zukünftigen Spielbetriebs noch vage, solange der Kampf gegen COVID-19 noch nicht gewonnen ist. Nur folgendes lässt sich festhalten: Wenn die HSG-Männer wieder auf die Unterstützung ihrer großartigen Zuschauer bauen können, dann wird es wahrscheinlicher, dass sie am Ende der nächsten Spielzeit oben bleiben.

Für die HSG Ca-Mü-Max steigen auf: Dietmar Stukowski, Bertram Giese und Joshua Denk im Tor, Thomas Zwinz, Florian Wondratschek, Miguel Rodrigo, Felix Mergenthaler, Aron Dauer, Timo Di Benedetto, Valentin Derschka, Max Gerstadt, Alexander Zernack, Marcel Frank, Julian Hellbach, Aydin Babadag, Marc Hildebrandt, Tim Ermel, Daniel Schweizer, Niclas Artkämper, Trainer Martin „Müsli“ Mössner, Betreuer Joachim „Jox“ Hoffmann

 

Bezirksliga-Aufstieg 2020 von Ca-Mü-Max perfekt

 

Die Handball-Männer der HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See steigen als Tabellendritter wieder in die höchste Spielklasse im Bezirk auf.

 

Nur 436 Tage nach dem Abstieg aus der Bezirksliga, passierte es doch: Da die zweite Mannschaft des SV Remshalden 2 aus der Landesliga zurückzog, kann der Bezirksklassenmeister SV Remshalden 3 nicht in die Bezirksliga aufsteigen, sodass neben dem TSV Schmiden 3 auch die HSG Ca-Mü-Max als Drittplatzierter in die Bezirksliga aufsteigt.

 

Der Jubel in der Landeshauptstadt ist entsprechend groß, da die HSG in der vergangenen Saison trotz Rückschlägen eine sehenswerte Aufholjagd hinlegte: Nach einem vermasselten Auftakt gegen Kreisligaaufsteiger EK Stuttgart, verletzte sich am dritten Spieltag auch noch Rückraumspieler Daniel Schweizer, sodass Trainer Martin Mössner und Betreuer Joachim Hoffmann umdisponieren mussten. Es gab extrem enge Spiele: Ca-Mü-Max zeigte Kampfcharakter auswärts gegen die HSG Gablenberg/ Gaisburg, in der sie 10 Minuten vor Schluss fünf Tore Rückstand zum Unentschieden aufholten, und als sie dem späteren Meister aus Remshalden zuhause einen Punkt abnahmen. In der Adventzeit leistete man sich vermeidbare Patzer gegen Schmiden und Tabellenschlusslicht Winterbach und stand somit ernüchternd auf Rang 5.

 

Doch dann wendete sich am letzten Spieltag vor Weihnachten das Blatt: Trotz großer Zuschauerkulisse in Welzheim entführten die Stuttgarter mit einer bärenstarken Mannschaftsleistung zwei Punkte aus dem tiefen Württemberg.

 

Aus den darauffolgenden sechs Spielen im Jahr 2020 konnte Ca-Mü-Max fünf Siege einfahren. Man stoppte in zwei Stadtduellen mit 26:19 die Siegesserien von den Stuttgarter Kickers und mit 40:30 jene vom HSV Stammheim/Zuffenhausen, die zu diesem Zeitpunkt an der HSG vorbeigezogen waren. Auch gegen EK Stuttgart und Hbi Weilimdorf/ Feuerbach feierte man in der Rückrunde Siege. Etwas Historisches gelang den HSG-Jungs schließlich am „ letzten Spieltag“ vor dem coronabedingten Abbruch der Saison: In der Halle West, in welcher die HSG ganze 17 Jahre lang nicht gewinnen konnte, fuhr Ca-Mü-Max trotz eines Vier-Tore-Rückstands und einer nervenbetäubenden Schlussphase durch willensstarke Aktionen einen viel umjubelten 27:23-Sieg ein. Dass gerade dieser Triumph den dritten Tabellenplatz festigte und er somit als Aufstiegsspiel gefeiert werden könnte, hatte sich in dieser Situation niemand erträumen lassen.

 

Für ihre Treue und tatkräftige Unterstützung möchten sich die HSG-Männer bei allen handballbegeisterten Zuschauer bedanken. Jetzt werden alle Signale in Cannstatt, Münster und Max-Eyth-See wieder auf Bezirksliga gestellt, in der gesellschaftlichen Hoffnung, dass COVID-19 besiegt wird und es bald wieder Handball geben kann.

 

Für die HSG Ca-Mü-Max steigen auf: Dietmar Stukowski, Bertram Giese und Joshua Denk im Tor, Thomas Zwinz, Florian Wondratschek, Miguel Rodrigo, Felix Mergenthaler, Aron Dauer, Timo Di Benedetto, Valentin Derschka, Max Gerstadt, Alexander Zernack, Marcel Frank, Julian Hellbach, Aydin Babadag, Marc Hildebrandt, Tim Ermel, Daniel Schweizer

 

(Florian Wondratschek)

 

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